Sehenswertes – Heute: Abtei St. Hildegard

Nicht weit von unserem Haus entfernt liegt die Abtei St. Hildegard. Im Volksmund einfach „das Kloster“ genannt. Hier leben und arbeiten auch heute noch Nonnen, die dem Orden des hl. Benedikt angehören. „Erst dann sind sie wie wahre Mönche und Nonnen, wenn sie von der Arbeit ihrer Hände leben“. Eingebettet in die Landschaft sollten die Klöster sein und von dem leben, was diese hergibt. Leitgedanken aus der Ordensregel des hl. Benedikt, die auch heute noch das geistige Fundament bilden, auf denen auch das Klosterweingut ruht.

Dessen geschichtliche Wurzeln reichen zurück ins 12. Jahrhundert. Die von 1098-1179 lebende Äbtissin und Gründerin Hildegard von Bingen ist heutzutage weit über die Grenzen Deutschlands für ihre Kenntnisse der Naturheil- und Pflanzenkunde bekannt. Schon damals betrieben die Schwestern der Klöster Rupertsberg und Eibingen (wo das erste Kloster ursprünglich stand) sehr erfolgreich Weinbau. Heute werden 7,5 ha Rebfläche bewirtschaftet und eine Besonderheit stellt die aktive Mitarbeit der Ordensschwestern im Weinan- und -ausbau dar. 83% der Rebflächen gehören dem Riesling, der Königin unter den Rebsorten. Auf der restlichen Fläche werden Rebstöcke des Spätburgunders umweltschonend und nach dem Konzept des Rheingauer Weinbauverbandes gehegt und gepflegt. In Edelstahlfässern/Tanks wird der Riesling ausgebaut, der Spätburgunder reift in Holzfässern heran. 65hl/Hektar Wein werden im Durchschnitt pro Jahr in 40.-50.000 Flaschen abgefüllt. Zur Ernte der Trauben legen im Herbst die Schwestern aber auch Gäste des Klosters „Hand an“, aber auch moderne Traubenvollernter kommen zum Einsatz.

„Der Wein heilt und erfreut den Menschen mit seiner gesunden Wärme und seiner grossen Kraft. Der Wein ist nämlich das Blut der Erde“ (Hildegard von Bingen).

In der Vinothek der Abtei kann man dieses „Blut“ verkosten und zwar Montag bis Freitag von 9.30-11:45 und 14.00-17.oo Uhr oder Samstags von 9.30-17.00 Uhr. In der Zeit vom 1. März bis 4. Adventssonntag ist an allen Sonn- und Feiertagen von 14.00-17.oo Uhr geöffnet.

Da die Ordensschwestern mit der Zeit gehen, wird nicht nur auf das gesetzt, was das Land hergibt. Auch Bücher, Schmuck, Kunsthandwerk, kunstvolle Kerzen, verschiedene Produkte aus der alten Getreidesorte Dinkel, alte Gewürze und vieles mehr werden im Klosterladen angeboten.

Hildegardiskloster im Herbst Kloster Winterwanderung in den Weinbergen

Innehalten, rasten, ausruhen – hier kann man es. Im Schutze der mächtigen Steinmauern, im „Vorgarten“ der Abteil auf Bänken unter schattenspendenden Bäumen sitzen und den Blick über die Weinberge auf den Rhein und das Rheintal geniessen. Oder vielleicht im neu erbauten Kloster-Café einen stärkenden Kaffee oder Tee trinken? Das Kloster dominiert die Weinberge, liegt stolz und würdevoll hoch über Rüdesheim und wacht über alles und alle. Ein beeindruckender Anblick, egal von welcher Seite man sich der stattlichen Anlage nähert. Und ein guter Orientierungspunkt bei Wanderungen durch die ausgedehnten Weinberge. Mein Leben begleitet das Kloster seit meinem 11. Lebensjahr. Die dicken Mauern haben meine ersten schrägen Gitarrenklänge gnädig geschluckt und die unterrichtende Ordensschwester war ebenso geduldig und standhaft, wenn es darum ging, mir etwas Verständnis für Noten und Töne zu vermitteln. Der Klosterladen war schon immer erste Anlaufstelle, wenn es darum ging, ein Geschenk für die Mutter zu besorgen. Später dann wurden Wein, Dinkelprodukte, Gewürze aber auch Bücher aus dem vielfältigen Sortiment des Klosterbuchladens interessant. Auch heute noch gehört ein Besuch der Abtei einfach dazu.

Mehr Informationen gibt es unter:

http://www.abtei-st-hildegard.de/

Schiefer ……

… prägt eine Landschaft und meine Kindheit.

Ab Rüdesheim und Bingen fliesst der Rhein durch ein steiles Tal, wird gerahmt von meist aus Schiefer bestehenden Berghhängen. Bei St. Goarshausen erhebt sich dann der berühmte Felsen Loreley über dem hier engen Flussbett. Die einzigartige Landschaft um sie herum entstand vor Millionen von Jahren. Mehrfach wurde hier die Erde durch tektonische Bewegungen angehoben. Vor rund drei Millionen Jahren entstand so das Rheinische Schiefergebirge. Eiszeit-Gletscher schmolzen und bildeten Flüsse wie Rhein und Lahn, die sich tief in das neue Gebirge eingruben und eine Terrassenlandschaft mit steilen Hängen schufen. Die Blätterteigstruktur des Tonschiefer-Gesteins bezeichnet man als Schieferung; durch sie lässt sich der Stein spalten und beispielsweise für den Hausbau verwenden. Eine weitere besondere Eigenschaft des Schiefers ist seine Fähigkeit, Wärme zu speichern – ein Grund für das besonders milde Klima im Loreley-Burgen-Land. Aber Schiefer ist auch rutschig, die Hänge sind steil. Und so landet heutzutage immer mal wieder eine ordentliche Ladung auf den Bahngleisen, versperrt die Weiterfahrt und demonstriert eindrucksvoll die Stärke der Natur. Die Sicherungsmassnahmen der Menschen werden immer monströser und sind doch oft immer noch nutzlos.
Schon früh machten sich Menschen das milde Klima und den fruchtbaren Boden des Rheintals zunutze. Erste Spuren menschlicher Existenz stammen aus der Altsteinzeit (bis 12.000 v. Chr.). Um ca. 700 v. Chr. durchwanderten die Kelten auf ihrem Weg nach Norden das Mittelrhein-Gebiet, errichteten vereinzelte Siedlungen, nutzten die Blei- und Silbererzvorkommen der Region und hinterließen zahlreiche Hügelgräber. Es folgten die Römer sowie ab ca. 260 n. Chr. die Alemannen und die Franken und mit ihnen die Zeit der Ritter, Fürsten und Könige.

Die Kurfürsten und Erzbischöfe stritten seit dieser Zeit in schöner Regelmäßigkeit um den einzigartigen Landstrich rund um die sagenumwobene Loreley. Jede Seite ließ Burgen errichten, um ihre Ansprüche zu festigen und ihre Gebiete zu sichern – so entstanden in dieser Zeit am Rhein entlang zahlreiche Festungen, wie die Burgen Katz, Maus, Gutenfels und Pfalzgrafenstein. Viele dieser Burgen und Zollstationen im Wasser wie Mäuseturm oder die Pfalz bei Kaub sind gut erhalten und können besichtigt werden.

Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Rheintal und auch im Loreley-Burgen-Land war und ist der Weinbau, der mit den Römern begann. Bereits im Mittelalter war der rote wie der weiße Rheinwein von einer guten Qualität. Erst Ende des 19. Jahrhunderts ging der Weinbau am Mittelrhein deutlich zurück; schuld hieran waren neben der zunehmenden Industrialisierung die Reblaus und der Mehltau, die den Winzern immer mehr zu schaffen machten. Heute gibt es weniger Wein, doch was die Steilhangwinzer der Loreley kultivieren, gehört heute zur internationalen Spitze.

Wenig bekannt ist die Bedeutung des Bergbaus am Mittelrhein. Der Hintertaunus, zu dem auch das Loreley-Burgen-Land gehört, war aufgrund seiner großen Erzvorkommen neben dem Siegerland eine der führenden Bergbauregionen in Deutschland. Schon die Kelten bauten hier Erze ab. Die Römer brachen in Kaub Schiefer für den Limes. Die mittelalterlichen Fürsten nutzten die Bodenschätze der Region. Seinen Höhepunkt erreichte der Bergbau ab 1850: Zu dieser Zeit begann man, die Strohdächer der Wohnhäuser mit Schiefer zu ersetzen – zuvor waren nur Kirchen und Amtshäuser mit Schiefer gedeckt worden. Hiervon profitierte insbesondere der Schieferbergbau um Kaub, Weisel und Sauerthal. Erst um 1980 wurde der Schieferbergbau am Mittelrhein eingestellt.

Ein Teil unserer Familie mütterlicherseits stammt aus dem kleinen Ort Sauerthal, das Haus meiner Grosseltern ist mit Schiefer gedeckt, viele Mauern auf dem Grundstück bestehen aus Schiefer und der Opa arbeitete lange in verschiedenen Schieferbergwerken in Kaub und Sauerthal. Die Gebäude und Schieferhalden kann man noch heute sehen. Einige werden wieder bewohnt, nicht nur von Fledermäusen. Sehenswert sind hier auch die hoch über dem Ort liegende Sauerburg (auf der meine Mutter noch als Hausmädchen ihr erstes Geld verdiente), der in der Ortsmitte zu findende Sauerbrunnen, dessen eisenhaltiges Wasser sehr geschätzt und noch heute gerne getrunken wird. Oder die unter Denkmalschutz stehende kleine Dorfkirche St. Anna, direkt am Lindenbaum. Hier war früher das Zentrum des kleinen Dorfes, mit Zwergenschule, Bäcker und Kaufmannsladen. Bonbons gab es noch Stückweise für wenige Pfennige in die blau-weissen Spitztüten aus Papier und waren die Belohnung fürs Wasserholen aus dem Sauerbrunnen. Das frische Brot dagegen kam meist mit deutlichen Nagespuren an den Enden im sog. Oberdorf und bei meinen Eltern und Grosseltern an. Zu verführerisch duftete es uns Kindern in die Nase auf dem doch recht langen Weg nach Hause. Und im Backhaus des Dorfes wurden riesige Bleche mit Streusel- oder anderen Hefekuchen geschoben. In den beiden Dorfkneipen (gemessen an der Einwohnerzahl eine enorme Dichte an Kneipen) wurde Sonntags nach dem Kirchgang alles Wichtige besprochen und für die Kinder gab es ein Eis.

Den ursprünglichen Text und weitere Infos gibt es hier:

http://www.ich-geh-wandern.de/loreley-burgen-land

Sauerbrunnen Sauerthal Sauerthal11 St Anna Sauerthal

1. Zugang zum Sauerbrunnen

2. Altes Fachwerkhaus in Sauerthal, ggüber des Sauerbrunnen

3. Alte Postkartenansicht des Ortes mit der Sauerburg

4. Sankt Anna, die Dorfkirche. Früher schön beschattet vom grossen Lindenbaum

Lindenfest

In Geisenheim, Nachbargemeinde von Rüdesheim und Sitz der bekannten Fachhochschule für Weinbau, findet alljährlich das Lindenfest statt. Rund um den Lindenbaum wird gefeiert:

„Das Programm

Vier Tage, vier Viertel, vier Themen ­–

das Programm des Lindenfestes hat eine klare Struktur.

Jeder Tag steht unter einem Motto.

Am Freitag ist es der muntere Auftakt zum schönen Fest.

Der Samstag gehört vor allem den Youngsters.

Am Sonntag rücken die Winzer und ihre Majestäten in den Mittelpunkt und laden die Geisenheimer Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag ein.

Am Montag geht es nicht nur während der „neuen“ Stunde der Heimat um Geisenheimer und ihre Gäste.

Zur klaren Struktur gehört auch die einheitliche Farbgestaltung des Festgeländes.

„Alles aus einem Guss und doch verschieden“,

 versprechen die Organisatoren.

Besuchen Sie die KreativMeile – der Markt für Kunst, Genuss & Lebensfreude auf dem Lindenfest 2015. Von Freitag bis Sonntag zwischen Linde und Dom“

Neugierig geworden? Einfach mal bei uns die Verfügbarkeit unserer Fe-Wo erfragen, buchen, anreisen und Spass haben. Im Rheingau, mit den Rheingau(n)ern und dem Rheingauer Wein.

Oder lieber sportliche Aktivität? Wenn auch nur als Zuschauer? Dann ist vielleicht die Fun-Regatta in Walluf genau das Richtige. Veranstalter ist der SCR Walluf, das Regattafeld startet am Sonntag, den 19.7. zwischen 10 und 11 Höhe Schierstein und segelt (hoffentlich) stromabwärts. Am Samstag, den 18.7. lädt der SCR Mitglieder und Freunde des Clubs zum Sommerfest auf dem Clubgelände in Walluf ein.

SCR Walluf, Clubhaus und Steganlage
SCR Walluf, Clubhaus und Steganlage

Feuer und Flamme ….

…für die Veranstaltung „Rhein in Flammen“. Ein Feuerwerksspektakel, dass alljährlich den Rhein in den schönsten Farben erstrahlen lässt. Dieses Jahr am 04.07.2015. Logenplätze gibt es entweder auf den zahlreichen Passagierschiffen, die das Fahrwasser für kurze Zeit und auf einigen Kilometern ganz für sich haben oder in den Weinbergen (bevorzugte Partylocations der Einheimischen, die mit Campingstühlen und Verpflegung gerüstet schon frühzeitig ihren Lieblingsplatz „besetzen“).

Informationen zu Rhein in Flammen

Mittlerweile gibt es auch ein Landprogramm, welches das komplette Wochenende attraktiv für Rheingau-Fans – und solche die es noch werden wollen – macht:

Programm zum Rhein in Flammen in Rüdesheim am Rhein vom 3. bis 5. Juli 2015

„Programm der Winzer auf dem idyllischen Marktplatz in Rüdesheim Stadt

Freitag 03. Juli 2015
Ab 15.00 Uhr – begrüßen wir Sie mit leckeren Weinen und zünftigen Speisen, ab 18.00 Uhr TOO LATE (Livemusik)
Wir rocken uns durch ein halbes Jahrhundert
Samstag, 04. Juli 2015
Ab 11.00 Uhr – begrüßen wir Sie mit leckeren Weinen und zünftigen Speisen, ab 13.00 Uhr LORCHER SCHLOSSBERG MUSIKANTEN, ab 18.00 Uhr GENTLE TALES – Livemusik – fetziger Rock bis zum Beginn der Feuerwerke
Sonntag, 05. Juli 2015 – am Tag nach der Veranstaltung zum gemütlichen Ausklang
Ab 11.00 Uhr begrüßen wir Sie mit leckeren Weinen und zünftigen Speisen
Ab 12.00 Uhr zünftiger Frühschoppen mit der BLASKAPELLE GLADBACHTAL. ab 15.00 Uhr MISCHPOKE, Traditionelles und Modernes von und mit dem swingenden Quartett zum Festausklang

Die letzten drei Feuerwerke kann man nach 23.00 Uhr in der Nähe des Marktplatzes vom Rheinufer aus sehen.
Rhein in Flammen-Party am Niederwald-Denkmal über Rüdesheim mit Livemusik am Samstag und Sonntag

Die Winzerstände am Niederwald-Denkmal öffnen bereits ab Freitag, 3.07.2015 ab 12.00 Uhr für Sie.
Samstag, 4.07.2015
Öffnung der Winzerstände um 11.00 Uhr, Livemusik mit der Band Gear Down ab 21.00 Uhr zur Einstimmung auf die Feuerwerke Burg Klopp, Panoramaweg und Abschlußfeuerwerk inmitten des Rheines
Sonntag, 5.07.2014
Öffnung der Winzerstände um 11.00 Uhr, Rockiger Frühschoppen mit Rick Cheyenne, dem musikalischen Multitalent

Alle Veranstaltungen an Land sind Eintritt Frei!“

Und FREI ist an diesem Wochenende auch noch unsere Ferienwohnung, von der man zwar keinen freien Blick aufs Feuerwerk hat, aber dafür die Weinberge recht schnell erreicht. Gerne geben wir Tipps, welcher Standort eine gute Aussicht bietet.

Und wem das alles noch nicht reicht, der findet vielleicht im Rheingau-Veranstaltungskalender noch das passende „Event“. Viel Spass wünschen wir jetzt schon!

http://www.rheingau.de/veranstaltungen/2015-7feuerwerk1

Urlaub im Rheingau

Unsere Ferienwohnung ist startklar! Nah am Waldrand, in einem absolut ruhigen und kleinen Wohnviertel liegt unser Haus mit der gemütlichen Ferienwohnung unterm Dach.

Ideal für Wanderfreunde bzw. Naturliebhaber und Hundebesitzer. Die Wälder des Taunusgebirges laden zu ausgedehnten Wanderungen ein. Aber auch das Rheintal mit Weinbergen, Burgenromantik, Klöstern und dem schimmernden Flusslauf des Rhein’s ist nicht weit entfernt von Ihrem Urlaubsdomizil!